Präzision und Sicherheit: THW-Sprenggruppen trainieren im Steinbruch Nußdorf
Großangelegte Sprengübung der Ortsverbände Rosenheim, Eggenfelden und Landshut fordert höchste Konzentration und perfekte Vorbereitung
Nußdorf – Wenn tonnenschwere Gesteinsbrocken kontrolliert zerlegt werden sollen, sind höchste Präzision, Erfahrung und konsequente Sicherheitsmaßnahmen gefragt. Am 11. Juli 2026 führten die Sprenggruppen der THW-Ortsverbände Rosenheim, Eggenfelden und Landshut auf dem Gelände des Schotterwerks Holzner in Nußdorf eine großangelegte Sprengübung durch.
Die Leitung der anspruchsvollen Ausbildungsmaßnahme übernahm der Sprengberechtigte des THW-Ortsverbandes Rosenheim. Über 30 Einsatzkräfte waren an der Übung beteiligt. Unterstützt wurden die Sprenggruppen durch die Bergungsgruppe und die Räumgruppe des Ortsverbandes Rosenheim, die wichtige Aufgaben im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung übernahmen.
Eine Übung dieser Größenordnung erfordert eine detaillierte Planung. Bereits im Vorfeld wurden Abläufe, Sicherheitskonzepte und Zuständigkeiten genau festgelegt. Denn bei Sprengarbeiten im THW stehen nicht nur die technische Durchführung, sondern vor allem die Sicherheit aller Beteiligten im Mittelpunkt.
Zu Beginn der Übung erfolgte eine ausführliche Sicherheitsunterweisung durch den Rosenheimer Sprengberechtigten. Dabei wurden die Einsatzkräfte über die strengen Sicherheitsvorgaben informiert – angefangen bei der Anfahrt zum Übungsgelände über die Aufstellung der Fahrzeuge bis hin zum Verhalten während der einzelnen Übungsabschnitte.
Im Mittelpunkt der Ausbildung stand die Sprengung mehrerer großer, tonnenschwerer Gesteinsblöcke. Der erste Arbeitsschritt bestand im präzisen Bohren der Sprenglöcher. Dabei kam es auf höchste Genauigkeit an: Die zuvor markierten Bohrpunkte mussten exakt getroffen und sowohl Bohrtiefe als auch Bohrwinkel eingehalten werden.
Nach Abschluss der Bohrarbeiten wurden die Sprenglöcher mit Sprengstoff bestückt und anschließend fachgerecht mit Sand verfüllt. Parallel dazu verlegten die Einsatzkräfte die Zündleitungen aus rund 80 Metern Höhe in Richtung der Sprengstelle.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen war es schließlich so weit: Das Signal zur Sprengung konnte gegeben werden. Ein lauter Knall und eine große Staubwolke kündigten den erfolgreichen Abschluss der praktischen Arbeiten an. Die massiven Gesteinsblöcke zerbarsten kontrolliert auseinander.
Die anschließende Kontrolle durch die Sprengberechtigten bestätigte den Erfolg der Maßnahme. Die Sprengung verlief exakt nach Plan und zeigte einmal mehr, wie wichtig eine sorgfältige Vorbereitung und das professionelle Zusammenspiel der beteiligten Einheiten sind.
Zum Abschluss bedankte sich der Rosenheimer Sprengberechtigte ausdrücklich bei allen beteiligten Einsatzkräften sowie besonders beim Schotterwerk Holzner und dessen Mitarbeiter Florian Päckert, der als THW-Mitglied durch die hervorragende Vorbereitung und seine Unterstützung maßgeblich zum Gelingen der Übung beigetragen hatte.
Die gemeinsame Ausbildung der Sprenggruppen aus Rosenheim, Eggenfelden und Landshut unterstrich erneut die Bedeutung von regelmäßigem Training und enger Zusammenarbeit innerhalb des THW. Nur durch kontinuierliche Weiterbildung können die Spezialkräfte auch im Ernstfall sicher und professionell handeln.